Montag, 9. Februar 2015

1000km mit dem Sperrmüll unterwegs und Oma Almas Küchenbuffet erstrahlt in neuem Glanz


Letzten Sommer räumten wir bei Oma und Opa den Dachboden und die Werkstatt auf. Oma hatte sich endlich durchgesetzt: mein 94jähriger Opa musste seine Werkstatt aufgeben, „damit das alte Gerümpel endlich mal wegkommt, Erwin!“.
Ich konnte dem alten Gerümpel allerdings nicht widerstehen, wie so immer. Außerdem wollte ich sowieso schon seit langer Zeit mein altes Klavier und das Küchenbuffet meiner Uroma in den Schwarzwald transportieren. So fuhren mein Mann und ich also knapp 1000km mit einem ganzen Transporter voller Sperrmüll Antiquitäten von ganz im Norden zu ganz im Süden.


Das erste Stück aus der Sperrmüllsammlung möchte ich Euch jetzt gerne zeigen.
In Gemeinschaftsarbeit verhübscherten wir, wie Aurelia sagt, das alte Küchenbuffet. Die Farbe war an vielen Stellen nicht mehr schön, der Holzwurm hatte es sich gemütlich gemacht und leider ging beim Transport eine der Glasscheiben kaputt. Erinnert Euch die ausgeblichene Malerei auf der Glasscheibe nicht auch eher an ein Gesicht als an eine Lilie?


Der Holzwurm zog freiwillig aus, wurde es ihm zu warm und trocken in unserer Wohnung. Eine freundliche neue Farbe bekam der Schrank und Aurelia und ich hinterließen unsere Fingerabdrücke im Inneren des Schranks als Erinnerung an unsere gemeinsame Pinselaktion.


Die kaputte Glasscheibe ersetzte ich mit Kaninchendraht, damit meine kleinen Kostbarkeiten hinter Gitter sind. In dem Schrank bewahre ich jetzt mein gesammeltes antikes Porzellan auf.


Als nächstes soll noch der Tisch im Vordergrund, ein Sperrmüllfund, gestrichen und die 60er-Jahre Cocktailsessel neu aufgepolstert werden. Dann ist unser kleines Gemütlichzimmer im Dachgeschoss fertig.
 

Liebe Grüsse von Jasmin

Montag, 19. Januar 2015

Schneewittchen backt Apfel-Zimt-Muffins


Möchte eine Prinzessin Geburtstag feiern, muss möchte auch sie sich in die Küche stellen und backen. Schneewittchen feierte dieses Wochenende ihren 5. Geburtstag mit ihren Freundinnen und Freunden aus dem Kindergarten. Bevor Schneewittchen nämlich nach dem Biss in den Apfel einschläft, macht sie doch lieber Apfel-Zimt-Muffins daraus.





Apfel-Zimt-Muffins

Zutaten:
275g Weizenvollkornmehl, 2 Teelöffel Backpulver, 2 Eier, 130g brauner Zucker, 3 kleine Äpfel, 250ml Milch, 100ml Öl, abgeriebene Schale und Saft einer Zitrone, 1 TL Zimt

Zubereitung:
Den Backofen auf 180° vorheizen. Die Äpfel waschen, entkernen, reiben und den Zitronensaft darüber geben. Alle Zutaten mit dem Mixer zu einem Rührteig verarbeiten und in Muffinförmchen geben. Im Backofen ca. 30 Minuten backen.

Schneewittchen und ich haben die Muffins danach mit rotem und grünem Fondant verziert: „Mama, kann man Knete denn essen?“ Wir sind zwar noch keine Konditoren, aber Spaß hat es gemacht.

Dienstag, 13. Januar 2015

Schluss mit der Ruhe und beschwipste Zimtschnecken

Das Haus ist wieder voll, voll mit Chaos, Gelächter, Unordnung, Krach: Unsere beiden Kleinen sind aus den Ferien bei den Omas und Opas zurück.
In ihrer Abwesenheit hatte ich ihr Spielzeug aussortiert, repariert, geordnet. Nach nur einer halben Stunde sah man nichts mehr davon: Kaum angekommen schleppten sie Bobby Cars und Roller die Treppe herauf aus dem Keller, Puppenwagen und Stofftiere die Treppe herab aus dem Spielzimmer. Und natürlich alles ins Wohnzimmer. Das nach dem Wegräumen der Weihnachtssachen und kinderlos einmal so aussah, wie ich es mir in etwa vorstelle. Da auch Oma und Opa mitgekommen waren, konnten wir uns im Haus bald nicht mehr drehen und wenden. Es lebe das Leben!
Draußen war es richtig ungemütlich mit Schneeregen und Sturm. Wir blieben das ganze Wochenende im Haus und haben gekocht und gespielt (und Koffer ausgeräumt und Wäsche gewaschen, ich darf die Realität nicht vergessen). Außerdem war der Walnusslikör endlich genügend gezogen und konnte probiert werden. Die Walnüsse vom Likörmachen rochen so lecker, dass ich kurzerhand „beschwipste Zimtschnecken“ daraus gemacht habe.
Die habe ich mir zusammen mit meiner Mama schmecken lassen, die noch für ein paar Tage dableibt.


Zimtschnecken
Für den Teig: 500g Mehl, 1 Päckchen Trockenhefe, 1 Päckchen Vanillepudding, 300 ml lauwarme Milch, 50g geschmolzene Butter, 1 Ei, 1 Esslöffel Zucker, 1 Prise Salz
Für die Füllung: 150g brauner Zucker, 100g gehackte Walnüsse, 75g Butter, 2 Teelöffel Zimt
Zubereitung:
Alle Zutaten für den Teig mit der Hand zu einem Hefeteig verkneten und ca. eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
Die Butter mit dem Zucker in einem Topf erwärmen und schmelzen lassen. Zimt und gehackte Walnüsse unterrühren.
Den Teig auf einer bemehlten Unterlage zu einem großen Rechteck ausrollen, mit der Zimtbutter bestreichen. Von der längeren Seite her aufrollen und in zwei Zentimeter dicke Scheiben schneiden. In eine große gefettete Backform setzen, dabei darauf achten, dass zwischen den Scheiben etwas Platz ist. Die Zimtschnecken im vorgeheizten Backofen bei 180° 15 bis 20 Minuten backen. Am leckersten sind die Zimtschnecken, wenn man sie warm isst.


Der Alkohol verflüchtigt sich nicht ganz in den 15 Minuten Backzeit,
eine beschwipst-fröhliche Kaffeezeit wünscht Euch also Jasmin!

Donnerstag, 8. Januar 2015

Ein tolles 2015 wünsche ich Euch!


Wir sind wieder zurück. Nachdem wir Weihnachten und Neujahr wieder rund 2000km kreuz und quer durch Deutschland gefahren sind, um

- unsere Familie zu sehen
- das Christkind und den Weihnachtsmann zu treffen
- das neue Jahr zu begrüßen
- mit einer Bronchitis im Bett zu liegen
- einen Kurzurlaub zu machen

sitze ich wieder im Zug und pendle zur Arbeit. Alles wie gehabt. Fast… Wären da nicht die guten Vorsätze zum neuen Jahr.
Wann ist es eigentlich uncool geworden, sich Gedanken zum neuen Jahr zu machen oder gute Vorsätze zu fassen?
„Die hält man ja doch nicht ein!“ „Das bringt doch alles nichts!“ „Albern, mir im neuen Jahr etwas vorzunehmen, wenn ich das ganze letzte Jahr nicht dazugekommen bin!“
Mir gefällt die Idee eines verordneten Neustarts: Alles wieder auf Anfang. Jedes Jahr werden die Weichen neu gestellt. Gerade weil ich es im alten Jahr nicht geschafft habe, nehme ich mir jetzt neues vor. Und da ist es meiner Meinung nach egal, ob es um ein bisschen mehr Sport geht oder um einen komplett neuen Lebensentwurf.
Zwischen den Jahren konnte ich auf der Zugfahrt zur Silvesterparty kurz innehalten, um zurückzuschauen, was im Jahr 2014 war. Um dann zu überlegen, möchte ich so weitermachen oder nicht. Was fehlt mir noch, möchte ich etwas Neues anfangen?

beruflich
Letztes Jahr habe ich wegen der Geburt unserer jüngsten Tochter zunächst von zu Hause aus gearbeitet und ab dem Sommer pendelte ich wieder ins Büro. Da ich mich im Büro besser konzentrieren kann, pendle ich weiter ins Büro. Für die langen Zugfahrten habe ich eine schöne Beschäftigung: Ich schreibe meinen Blog. Das mache ich weiter!

nordisch im Schwarzwald
Letztes Jahr habe ich mit meinem Blog begonnen. Zunächst war er gedacht, um mir meine Anpassungsschwierigkeiten vom Einleben ins kleine Schwarzwaldstädtchen von der Seele zu schreiben. Das machte aber eigentlich nur schlechte Energien, brachte nichts und so bin ich ganz schnell dazu übergegangen, über die schönen Dinge in unserem Leben zu schreiben. Macht nämlich viel mehr Spaß!

sportlich
Zum Jahresende fing ich an, die sieben Kilometer zum Zug mit dem Fahrrad zu fahren, das behalte ich natürlich bei (sobald das Eis weggetaut ist, ist nämlich saukalt gerade). Meinen Mann habe ich heute Morgen übrigens gesehen, wie er seine Laufsachen für die Mittagspause einpackte, sehr gut Oli!

schläfrig
Im letzten Jahr habe ich einfach viel zu wenig geschlafen. Das liegt natürlich am Baby und am Job und das ich abends noch ein paar Minuten für mich und meinen Liebsten haben möchte, wenn die Kinder im Bett sind. Da ich aber leider immer noch mehrmals pro Nacht raus muss, werde ich dieses Jahr einfach mal früher ins Bett gehen.

engagiert
Das letzte Jahr über waren wir noch mit Ankommen und Einrichten beschäftigt. Dieses Jahr möchte ich nutzen, um auch heimisch im Schwarzwald zu werden. Ich möchte mich in einem Verein engagieren und neue Leute kennenlernen.

gewichtig
Im letzten Jahr habe ich zehn Kilo zugenommen. Die kommen dieses Jahr wieder runter. Noch habe ich die Hoffnung, dass das alles ohne großes Diäten mit etwas bewusster essen und dem morgendlichen Fahrradfahren klappen wird, bitte die Daumen drücken!

bewusster
Und dann kommt noch ein wirklich großer Vorsatz: Schluss mit dem Konsum. Ich möchte mir dieses Jahr nichts Neues zum Anziehen kaufen. Wenn ich meinen Kleiderschrank aufmache, quillt es nur so über und trotzdem finde ich nichts anzuziehen. Ich möchte meine alten Sachen wieder schätzen. Ich verbringe so viel Zeit damit, Sachen zu kaufen, die ich eigentlich nicht brauche. Und es ist ja nicht nur die Zeit, sondern auch das Geld, das man für überflüssige Dinge ausgibt. Und an die Umwelt erst gar nicht zu denken. Dieses Jahr möchte ich einfach mal Zufriedensein, mit dem was ich habe.

Was habt ihr Euch für das neue Jahr vorgenommen?
Ich wünsche Euch ein ganz tolles Jahr 2015! Eure Jasmin

Sonntag, 21. Dezember 2014

Zu Weihnachten verlassen wir unser Städtle…

… und ziehen gen Norden, um das Fest mit Familie und Freunden zu feiern!

Weihnachtliches Tiengen

Liebe Grüße und bis zum nächsten Jahr,
Jasmin


Donnerstag, 18. Dezember 2014

Eine Schnupfnase und Walnusslikör zum dritten Advent

Das dritte Adventswochenende hat mich leider eine Erkältung erwischt. Jetzt sitze ich mit triefender Nase und hustenden Bronchien zu Hause. Gut, dass wir am letzten Samstag Walnusslikör gemacht haben:



Den Zusammenhang muss ich wohl erklären: Unser Au-Pair-Mädchen Igida kennt ein ganz tolles Hausmittel für den kratzigen Hals und lecker ist es auch noch: Walnusstee. Habt ihr das schon mal probiert?
Man muss ein paar Walnüsse knacken (davon hatten wir nach dem Likörmachen ja genug) und aus den Nussschalen trennt man die Kernwand heraus. Hat man ca. eine Handvoll davon, gibt man diese in einen mit einem halben Liter Wasser gefüllten Topf und lässt es aufkochen. Danach lässt man es noch ca. 10 Minuten sieden. Nun das ganze durch ein Sieb in eine Tasse füllen und einen Löffel Honig dazugeben. Igida sagte, sie würde noch ein bisschen Butter dazugeben. Ich habe es probiert, ich sage mal so: es schmeckt auch…




Falls es Euch auch erwischt hat: Gute Besserung!

P.S.: Den Walnusslikör will ich Euch natürlich nicht vorenthalten, er braucht aber leider noch 6 Wochen, bis er fertig ist.


Rezept für Walnusslikör
Zutaten:
150g Walnüsse ohne Schale, 1 Vanilleschote, 1 Stange Zimt, 0.7l Weinbrand, Rohrzucker
Die Walnüsse hacken und in einer Pfanne ohne Fett rösten bis sie anfangen zu duften. Die Vanilleschote längs aufschneiden. Walnüsse, Zucker, Zimtstange und Vanilleschote in eine Flache geben und an einem warmen und dunklen Ort sechs Wochen ziehen lassen.

Stößchen! (Wir trinken hier schließlich Likör)