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Freitag, 13. April 2018

Gurken-und Schafskäsesalat mit Za‘atar

Als wir noch in Abu Dhabi lebten, haben wir Za’atar sehr gerne mit Fladenbrot und Olivenöl zum Frühstück gegessen. Auch jetzt gehört es bei uns manchmal noch zu einem gemütlichen Sonntagmorgenfrühstück dazu. Za’atar ist eine arabische Gewürzmischung, die aus ganzen gerösteten Sesamsamen, Sumac, wildem Majoran und Thymian besteht. Mittlerweile kann man Za‘atar auch hierzulande kaufen. Und selbst der kleine türkische Gemüseladen in unserem Schwarzwälder Städtle führt es.


Mit Za’atar kann aber man auch einen ganz wunderbaren Gurkensalat machen.

Samstag, 5. August 2017

Jochelbeerkuchen mit Vanillepudding

Da habe ich als Nordlicht im Schwarzwald etwas dazugelernt: Das, was ich in unserem Garten drei Jahre lang für eine schwarze Stachelbeere hielt, ist in Wirklichkeit eine Jochelbeere.


So heißt sie hier im Süden. Es ist eine Kreuzung aus einer schwarzen Johannisbeere und einer Stachelbeere und heißt auch Jostabeere, der Name ist einfach zusammengesetzt aus den ersten beiden Silben der Ursprungspflanzen.

Dienstag, 7. März 2017

Himmlisch-himbeerig oder salzig-schokoladig? Zwei einfache Blechkuchen mit Mürbeteig: Himbeer-Quarkkuchen und Millionaire‘s Shortbread

Weil ich mich nicht entscheiden kann gibt es zum Wochenende zweimal Mürbeteig vom Backblech: fruchtig als klassischen 3-2-1-Teig mit Himbeeren und Quark sowie schottisch als salzig-süß-schokoladiges Shortbread

Himbeer-Quarkschnitten


Das braucht ihr…
für den Teig: 300g Mehl, 200g Butter, 100g Zucker, 1 Päckchen Backpulver, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Ei
für den Belag: 750g TK Himbeeren, 500g Magerquark, 100g Butter, 200g Zucker, 1 Esslöffel Speisestärke, getrocknete Vanille aus der Mühle (ihr könnt natürlich auch das Mark aus einer Vanilleschote auskratzen, ich bin da jetzt mal etwas faul), 3 Eier, etwas Paniermehl, 1 Tafel weiße Schokolade


Himbeer-Quarkschnitten von NordlichtimSchwarzwald

Freitag, 25. November 2016

Vor dem ersten Advent müssen wir noch schnell unsere Herbstdeko aufessen: Es gibt gefüllte Kürbisse

Hoppla, am Sonntag ist schon der erste Advent und wir müssen noch die Herbstdeko von unserem Küchenfenster abnehmen. Wir wollen doch dieses Jahr am Lebendigen Adventskalender von Tiengen teilnehmen und am 3. Dezember unser Fenster öffnen!
 


Die Maiskolben und die getrockneten Kräuter hängen noch. Und in der Waagschale liegen die Kürbisse unter einer Schicht gesammelter Tannenzapfen. Die Kürbisse werden schnell ausgehöhlt und mit Hack gefüllt. So geht’s:

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Rustikale Schwarzwälder Kirschtorte mit Hindernissen

„Super, da freuen wir uns! Gerne kommen wir heute Nachmittag zum Kaffee. Mal gucken, vielleicht backen wir auch noch etwas und bringen es mit…“ So entspannt klang ich am Sonntagmorgen noch. Ich hatte mir vorgenommen, eine Schwarzwälder Kirschtorte zu backen. Dieses kommende Wochenende fahre ich zum FoodBloggerCamp nach Berlin und möchte dort eine Schwarzwälder-Session anbieten. Deswegen wollte ich den Teig gerne noch einmal vorher ausprobieren. Und dann kam das übliche chaotische Familienleben dazwischen.

originale Schwarzwälder Kirschtorte, naked cakes

Da wir am Samstag einen Ausflug gemacht hatten, hatte ich es leider nicht mehr geschafft, einzukaufen. Es fehlten Eier, Mondamin und Sahnesteif. Wir haben trotzdem gebacken. Die Eier haben wir durch Mineralwasser ersetzt. Das hatte ich mal bei Tim Mälzer gesehen, manchmal ist Fernsehen gucken dann ja doch nützlich. Statt Mondamin nahmen wir einfach nur Mehl. Und Sahnesteif, naja, ich telefonierte alle Nachbarn an. Alle besaßen wie ich 100 Päckchen Tortenguss, aber kein Sahnesteif. Also ohne.

Samstag, 1. Oktober 2016

Viel Rote Beete am Wochenende: Rote Beete-Suppe mit Kokosmilch und Rote Beete-Karotten-Ingwersaft

Vor Jahren haben wir uns zu Weihnachten einen Entsafter gewünscht. Wir vermissten die frischgepressten Säfte, die man in den Emiraten an jeder Straßenecke und in jedem Supermarkt (oder Hypermarkt wie sie da hießen, es war ja alles überdimensional groß) kaufen konnte. Das Christkind aka die Schwiegereltern hatten Einsehen und schenkten uns einen Entsafter.
Leider stand der Entsafter die letzten Jahre im Keller. Wir hatten ihn noch nicht einmal ausgepackt, die Aufkleber vom Umzug waren noch dran. Die Hürde war einfach zu groß, ihn auszupacken und hochzuholen. Und nach dem Saftmachen wieder sauber zu machen und in den Keller zu räumen. Und in der Küche gab es keinen Platz. Der Entsafter war groß, mein Mann hatte den Entsafter ausgesucht. Und ein Mann sucht natürlich ein Profi-Gastronomiegerät aus, der macht keine halben Sachen. 


Doch nun war es soweit. Die Küche hatte ich ein wenig ausgemistet, von unserem Flohmarktbesuch habe ich Euch ja schon hier berichtet. Es gab wieder Platz. Oliver holte den Entsafter aus dem Keller. Wir kauften Rote Beete, Äpfel, Ingwer, Limetten und Karotten und Oliver machte einen super leckeren Saft daraus.

Samstag, 10. September 2016

Urlaubsküche: Einfacher Apfelkuchen vom Blech und aus der Dose



Auf dem Campingplatz vor unserem Mobil Home wuchs ein Apfelbaum. Einige Äpfel waren schon heruntergefallen, die schönen roten hingen leider zu hoch... Aurelia und Theodora sammelten die Äpfel auf und ich backte einen Apfelkuchen draus, im Urlaub mal ohne Waage und Backbuch.

Freitag, 19. August 2016

Heute essen wir Tomaten-Hacktorte auf der Terrasse

Die eigene Ernte ist dieses Jahr nicht besonders groß. Aber auch wenn es nur das eigene Schnittlauch ist, das in das Mittagessen wandert, freue ich mich. Wenn dazu noch draußen die Sonne scheint und wir im Garten essen können - perfekt. Dieses Wochenende gab es eine Tomaten-Hacktorte, die Reste kann man wunderbar einfrieren. Das ist für uns furchtbar praktisch, weil wir unter der Woche nicht so viel Zeit haben. Dann koche ich am Wochenende gerne vor, damit wir es für die Mittagspause mitnehmen können. 


Für alle "Vorkocher" habe ich das Rezept aufgeschrieben ;)

Sonntag, 17. Juli 2016

Sommerlicher geht’s nicht: Erdbeer-Mascarpone-Creme


Sommerzeit ist Erdbeerzeit. Wir haben Erdbeeren so genascht, zu Marmelade gekocht, als Likör eingelegt und mit Mascarpone zu einem herrlichen Nachtisch verrührt: Erdbeer-Mascarpone-Creme

Mittwoch, 11. Mai 2016

Aurelias Lieblingskekse: Hildabrötchen

Sonntagmorgen in der Küche: Aurelia fragt, ob wir die leckeren Kekse mit dem Herz aus Erdbeermarmelade in der Mitte backen können. Können wir, na klar! Hier im Schwarzwald heißen sie „Hildabrötchen“. Mir als Nordlicht waren sie gar nicht bekannt und es ist doch ein recht merkwürdiger Name für Plätzchen. 

Backen mit Kindern

Sie heißen aber so, weil angeblich die letzte Großherzogin von Baden, Hilda von Nassau, sie so gerne aß. Das wusste unsere kleine Prinzessin bislang nicht, aber diese Plätzchen scheinen etwas an sich zu haben, dass große und kleine Prinzessinnen sie so sehr lieben. Die Hildabrötchen sind aber auch einfach lecker.

Donnerstag, 28. April 2016

Typisch Norddeutsch: Updrögt Bohnen

Plötzlicher Wintereinbruch im Frühling, es schneit bei uns. Da kann ich ja meine getrockneten Bohnen aus dem Keller holen, um „Updrögt Bohnen“ daraus zu kochen, denn im Sommer schmeckt dieses Gericht nicht.




Updrögt Bohnen ist ein typisch norddeutsches Gericht. Um das kennenzulernen, muss man ganz weit in den Norden fahren, nämlich nach Ostfriesland. Den ganzen Herbst über hatten die Bohnen vor dem Esszimmerfenster getrocknet (Basteln im Herbst: Wir bemalen Blätter). Weihnachten machte ich Platz für die Weihnachtsdeko und lagerte die Bohnen im Keller. Und schon waren sie aus den Augen und damit aus dem Sinn. Naja, so ganz nicht, ich sah die Bohnen immer unten im Keller liegen und dachte jedes Mal bei mir, am Samstag gehst Du zum Metzger und kaufst geräucherten Speck und Kochwürste… Aber dabei blieb es dann auch. Bis auf heute. Speck und Würstchen hatte ich gekauft, Kartoffeln lagerten noch im Keller: Los ging’s!

Montag, 4. Januar 2016

Omas deftige Wintergerichte: Steckrübeneintopf mit Eisbein

Nach Silvester habe ich genug von Winter und Weihnachten: Der Weihnachtsbaum fliegt raus und ich kaufe mir Hyazinthen. Leider ist das Frühjahr noch fern und der Winter fängt jetzt erst richtig an.


Deshalb habe ich mir dieses Jahr eine andere Strategie gegen meinen Winterblues überlegt: Den Winter einfach genießen: Mit Schnee (ähem, Regen und Sonnenschein im Wechsel) und deftigem Winteressen.

Sonntag, 8. November 2015

Ein sonniger Herbsttag, ein Mini-Schrecken zu Halloween und unser Rezept gegen den Herbstblues: Kürbisflammkuchen

Theodora und ich stürzten uns an diesem tollen sonnigen Herbsttag in die Gartenarbeit.
Sie fegte das Laub zusammen, um sich damit einen tollen großen Raschelhaufen zu bauen...


... und ich inspizierte unseren Grünkohl. Nächstes Wochenende haben wir unser großes Nachbarschafts-Grünkohlessen, an dem wir den zweiten Tiengener Kohlkönig küren wollen. Für unsere kleinen Pflänzchen sehe ich aber noch schwarz. Bis dahin muss ich ihnen gut zureden. Vielleicht hilft aber auch eine kleine Drohung: „Wenn ihr nicht schneller wachst, kaufe ich halt den Kohl. Der schmeckt bestimmt viel besser!“

Samstag, 24. Oktober 2015

Wer hat den dicksten Kürbis? Die Höchenschwander Strohskulpturen und eine Kürbissuppe




Alle zwei Jahre findet der Höchenschwander Strohpuppenwettbewerb statt. Letztes Wochenende haben wir diese Kunstwerke bestaunt. Und was meint ihr, wer der diesjährige Gewinner war?

Sonntag, 11. Oktober 2015

Lecker! Mein erstes FoodBloggerCamp

 - Berlin 2015-

Kerze an, ein Gläschen Wein aus der Goodybag eingeschenkt, sitze ich im Wohnzimmer meiner Freundin Maren und lasse das FoodBloggerCamp 2015 in Berlin Revue passieren: Obwohl ich nur einen Tag teilgenommen habe, hat es mich doch erschlagen. Aber im positiven Sinne: So viele kreative Köche und Bäcker werkelten zusammen im Kochatelier: gemeinsames Kochen, Austausch darüber, toll.

An die „Essbaren Wildpflanzen“ hat sich Peggy Schatz herangemacht. Probiert haben wir eingelegte Nachtkerzenblüten, Kornelkirschenlikör und Tee aus Kanadischer Goldrute. Jetzt habe ich noch mehr Lust, unser Essen draußen zu sammeln. Sehr zum Leidwesen meiner Familie und Essensgäste: „Bäh, ich esse keine Blumen“ oder „Falk, kannst Du schon mal in den Garten gehen und Löwenzahn pflücken? Es gibt gleich Salat.“


Montag, 5. Oktober 2015

Vom Mehl geküsst: Waldfrucht-Weiße Schokolade-Muffins

Wow, was für ein langer Name. Die Beerenzeit ist leider vorbei, so ganz will ich mich damit noch nicht abfinden, deswegen gibt es Muffins mit tiefgefrorenen Waldbeeren und weißer Schokolade. Waldbeeren und Schokolade geht ja immer, aber mit weißer Schoko: Himmlisch!


Das braucht ihr:
350g Mehl, 1 Päckchen Backpulver, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Prise Salz
125g Zucker, 2 Eier, 125g weiche Butter, 125ml lauwarme Milch
200g tiefgefrorene Waldfrüchte, 100g weiße Schokolade

So geht’s:
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Waldfrüchte auftauen und abtropfen lassen, Schokolade hacken, Butter in einem Topf vorsichtig schmelzen lassen.

Sonntag, 20. September 2015

Pfirsichernte: Bellini, BBQ-Sauce und Pfirsichmarmelade


Gestern sind wir aus unserem Sommerurlaub von der Costa Brava wiedergekommen und im Supermarkt entdeckte ich die ersten Zimtsterne. Das nenne ich Timing. Aber zunächst ist Herbst. Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal von unserem Pfirsichbaum geerntet, nun ist es wieder soweit. Ist denn schon wieder ein Jahr um? Zwei Jahre wohnen wir also schon hier im Schwarzwald. Unglaublich, wie die Zeit verflogen ist.

Die Pfirsiche waren sehr reif, waren teilweise schon vom Baum gefallen. Da konnte ich keinen leckeren Pfirsich-Quarkkuchen (Klick hier) backen wie letztes Jahr. Stattdessen wurde eingekocht: Pfirsichmarmelade und BBQ-Sauce. BBQ-Sauce? Ich bin ein Jahr zur High School in Liberal Kansas gegangen und meine Gastmutter Mary war Hauswirtschaftslehrerin. Zum Abschied gab sie mir ein Kochbuch mit ihren Familienrezepten. So gibt es bei uns auch immer wieder amerikanische Küche. Hier die Schwarzwald-Variante der BBQ-Sauce. 

Black Forest BBQ-Sauce

 



Das braucht ihr:
500ml passierte Tomaten, 150ml Tomatenketchup, Saft von 3 Zitronen, 1 Becher Pfirsichpüree, 75ml Rotweinessig, 75ml Worcestersauce, 75ml Sojasauce, 5 Esslöffel Olivenöl
½ Becher brauner Zucker, 5 Pimentkörner, 2 rote Chilis in Streifen geschnitten, 5 grosse Blätter Basilikum gehackt, 1 Teelöffel Oregano, 3cm Ingwer gerieben, schwarzer Pfeffer
2 Spritzer Raucharoma, 2 Esslöffel Whisky (eigentlich Bourbon, aber ich hatte nur Scotch)
So geht's:
Alle Zutaten bis auf den Bourbon in einen Topf geben und aufkochen lassen. Dann bei schwacher Hitze ca. eine Stunde köcheln lassen. Den Bourbon unterrühren und die Sauce auskühlen lassen. In Flaschen abfüllen und mindestens drei Tage ziehen lassen.

 

Pfirsichmarmelade

 


Die Pfirsichmarmelade habe ich genauso wie die Brombeermarmealde mit dem 2plus1 Gelierzucker hergestellt: Klick hier


Bellini

 


Nicht vergessen: Etwas vom Pfirsichpüree abnehmen und nach getaner Arbeit sich einen Bellini gönnen. Prost!
Eure Jasmin

Montag, 24. August 2015

Die Arme zerkratzt, die Kleider zerrissen, die Finger blau gefärbt: Es gibt Brombeermarmelade


Beim Brombeerpflücken fühlte ich mich wie in Aurelias Märchenwelt, nur das keine armen Prinzen in der Dornenhecke hängenblieben, sondern die Mama.
Von meiner Ernte habe ich wieder Marmelade gekocht, weil ich immer noch so begeistert bin, wieviel fruchtiger selbstgemachte Marmelade schmeckt als gekaufte.


Brombeermarmelade

Für 4 Gläser „Dornröschens Brombeertraum“ braucht ihr:
1kg Brombeeren, 1kg Gelierzucker 2plus1, 1 Zitrone
Zitrone auspressen, Brombeeren waschen. Brombeeren pürieren und mit Gelierzucker und Zitronensaft verrühren. Brombeerpüree in einen großen Topf geben und unter Rühren zum Kochen bringen. Ab dann noch 4 Minuten kochen lassen. Schraubverschlussgläser heiß ausspülen, die heiße Marmelade einfüllen und sofort verschließen.

Als ich die Marmeladen hübsch verpacken wollte, merkte ich, dass ich keine Gummibänder mehr hatte. Hat jemand von euch schon einmal Gummibänder gekauft? Man kauft sie nie und doch gehen sie nie aus, das große Gummibänderrätsel. Eigentlich. Bis jetzt.


Frohes Einmachen,
Eure Jasmin

Dienstag, 11. August 2015

Pastéis de Nata oder Gartenzwerge zum Kaffeebesuch


Bei unserem letzten Kurztrip nach London haben Oliver und ich Pastéis de Nata in einem hübschen kleinen Café gefrühstückt. Da muss man erst nach London fahren, um diese wundervollen portugiesischen Vanilletörtchen kennenzulernen. In Portugal war ich bis jetzt ja leider auch noch nicht. Die Pastéis de Nata waren so lecker, dass ich mich heute unbedingt dran versuchen musste. Aurelia und Theodora haben natürlich wie immer mitgeholfen.

Pastéis de Nata 


Zunächst bitte Badeanzug und Schwimmflügel anziehen, optional auch eine Winterjacke. Dann wird ausgerollt, ausgestochen, probiert und Blumen geformt.


Zu schnell? Also, für 12 Vanilletörtchen braucht man:

2 Rollen Blätterteig aus dem Kühlregal
350ml Milch, 250g Sahne, 60g Zucker, 2 Päckchen Vanillepuddingpulver,
1 Vanilleschote, 2 Eigelb

Zubereitung:
Aus dem Blätterteig zwölf Kreise (10cm Durchmesser) ausstechen, z.B. mit einer Tasse. Ein Muffinblech mit 12 Mulden dünn einfetten, die Teigkreise hineindrücken und mit einer Gabel einstechen, kaltstellen.
Von der Milch 8 bis 10 Esslöffel abnehmen, das Puddingpulver damit verrühren. Die Vanilleschote längs aufschlitzen und das Mark herauskratzen. Sahne und Milch mit dem Vanillemark und Zucker in einen Topf geben und aufkochen lassen. Das angerührte Puddingpulver einrühren und nochmals aufkochen lassen. Das Eigelb unterrühren und den Pudding etwas abkühlen lassen, dabei immer wieder umrühren, damit sich keine Haut bildet.
Den Backofen auf 180° vorheizen. Den Pudding in die Teigmulden geben, das Ganze auf der untersten Schiene 30 bis 40 Minuten backen. Die Törtchen in der Form abkühlen lassen, damit sie beim Herauslösen nicht kaputt gehen. Sowohl lauwarm als auch vollständig ausgekühlt lecker.

Es wird auf die Gäste gewartet:


Und drei Zwerge erscheinen tatsächlich zur Kaffeetafel.


Ich möchte natürlich auch meinen Kaffee geniessen:


Aber bevor ich es mir im Garten auf meinem wunderschönen Platz gemütlich mache, wird dieser sogleich eingenommen und der kleinen Schwester eingeschenkt.




Guten Appetit wünschen
Jasmin, Aurelia, Theodora und die drei Zwerge

Dienstag, 4. August 2015

Papa kocht: Shish Tawook und was Fladenbrot mit Tischmanieren zu tun hat

Ist es Fernweh oder brauchen wir einfach mal wieder Abwechslung in unsere badische Küche? In den Emiraten haben wir uns knubbelig an Shish Tawook mit Knoblauchsauce im Pitabrot gegessen. Und nun haut der Papa diese sagenhaft leckeren Hähnchenspieße auf den Grill:


Es ist eigentlich ein libanesisches Gericht, aber Shish Tawook wird im ganzen Nahen Osten serviert. Wenn man von arabischer Küche spricht, ist meistens die Libanesische Küche gemeint mit ihren Leckereien wie Mezze und dergleichen.

Shish Tawook 

1kg Hähnchenbrustfilet, 15 ausgepresste Knoblauchzehen
150g Joghurt,1 Tasse Zitronensaft, 6 Esslöffel Olivenöl, 2 Esslöffel Rotweinessig, 1 Teelöffel Tomatenpüree
1 Stück (ca. 3cm) geriebener Ingwer, 1 Teelöffel Thymian, 1 Teelöffel Oregano, 1 Teelöffel Paprika, Salz und Pfeffer

So geht’s:
Alle Zutaten für die Marinade vermischen, Hähnchen in Würfel schneiden und zur Marinade geben. Abdecken und im Kühlschrank mindestens vier Stunden marinieren. Dann auf die Spieße stecken (wir haben aus den Emiraten flache Metallspieße mitgebracht, die sind super, weil sie die Hitze auch nach innen des Grillguts transportieren, aber Holzspieße gehen auch) und ab auf den Grill für ca. 10 Minuten pro Seite. Damit das Hähnchen schön saftig wird, sollte man es danach von den Spießen abnehmen und für ca. 5 Minuten in Alufolie wickeln und ruhen lassen. Dazu gibt es Toum, die leckerste Knoblauchsauce überhaupt.

Toum

3 Knollen Knoblauch (ja, es ist eine Knoblauchsauce)
5 Tassen Rapsöl, Saft von einer Zitrone, Salz

Diese Knoblauchsauce herzustellen ist leider nicht einfach, dafür ist das Resultat grandios. Oliver hat lange experimentiert, bis er die perfekte Knoblauchsauce hergestellt hatte. Auch wenn es möglich ist, sie mit einem Mixer herzustellen, auf traditionelle Art mit Mörser und Stößel gibt es das beste Ergebnis. So geht’s:
Knoblauchzehen schälen und zusammen mit dem Salz in den Mörser geben. Stampfen, bis sie ganz zerdrückt sind. Dann ein bisschen Öl hinzufügen und weiter stampfen, ein bisschen Zitronensaft hinzufügen, weiterstampfen, ein bisschen Öl, weiterstampfen, usw. es dauert leider. Hat man dann auch noch das Pech, dass die Sauce zu flüssig oder flockig wird, hilft leider nichts mehr und man muss von vorne beginnen. Also: in aller Ruhe stampfen und vorsichtshalber 10 Knollen kaufen. Wem die Sauce zu streng ist, kann auch eine gekochte gestampfte Kartoffel unterheben.

Und eine Tabbouleh machen wir auch noch. Mittlerweile darf ja der Tabbouleh-Salat auf keiner deutschen Grillparty zum Würstchen fehlen, ihr werdet aber sehen, dass unsere etwas anders aussieht. Tabbouleh besteht nämlich nicht aus Bulgur mit etwas Petersilie und Tomaten drin, sondern hauptsächlich aus Petersilie mit ein bisschen Bulgur und Tomate.

Tabbouleh

4 Bund Petersilie (es gibt keine Petersilie mehr in unserem Kräutergarten), 1 Bund Minze (die wuchert zum Glück wie verrückt), 1 kleine Salatgurke (die kleinen Gurken aus dem türkischen Lebensmittelgeschäft),
5 kleine Tomaten, 1 Zwiebel, ¼ Tasse Bulgur
½ Tasse Olivenöl, ½ Tasse Zitronensaft.
7–Spices-Gewürzmischung (Piment, schwarzer Pfeffer, Zimt, Nelke, Muskatnuss, Bockshornklee, Ingwer)

So geht’s:
Petersilie und Minze waschen, ausschütteln und auf einem Küchentuch trocknen lassen. Von den Stängeln befreien und klein hacken. Die Tomate und Gurke in kleine Würfel schneiden. Den Zitronensaft über den trockenen Bulgur geben. Petersilie, Minze, Tomate, Gurke und Bulgur in eine Salatschüssel geben, Olivenöl und Salz drübergeben und alles vorsichtig mischen, sonst wird es zu matschig. Auf Salatblättern servieren.

Guten Appetit – Fernweh gestillt! Danke dem besten Koch libanesischer Küche rheinischer Frohnatur nördlich des Mittelmeeres!



Mit dem Essen darf übrigens bei uns gespielt werden, solange es nachher auch wirklich gegessen wird. Die Kleinen sollen damit experimentieren, es fühlen, riechen, schmecken. Trotzdem wissen sie auch, dass Essen etwas Besonderes ist. Dass man es braucht, damit der Körper funktioniert und damit man wächst. Dass es außerdem gut schmeckt und dass der unverdauliche Rest wieder herauskommt :o)
Uns ist es wichtig, dass wir gemeinsam mit den Kindern am Tisch sitzen. Haben die Eltern gute Tischmanieren, gucken die Kleinen sich das ab. Wie man richtig mit Messer und Gabel ist, lernen sie mit ein bisschen Hilfestellung ganz alleine.


Da möchte ich auch gleich erzählen, wie selbstverständlich Kinder in den Emiraten zum Leben dazugehören. Das fällt mir ein, weil meine Freundin und ich mit unseren beiden damals dreijährigen Mädchen in einem sehr feinen Restaurant in Abu Dhabi essen waren. Nachdem die Kinder zu ihrem Shish Tavook eine Flasche Ketchup gegessen hatten, spielten sie mit den Kellnern fangen. Weder das Personal noch die anderen Gäste störte das, sondern sie lachten und ermutigten die Kinder eher noch zum Quatschmachen. Das Personal wusste, dass es Geschrei gibt, wenn man Kinder zwingt, am Platz zu bleiben, bis die Eltern ihr Menü aufgegessen haben. Nun könnte man natürlich fragen, warum Eltern ihre Kinder überhaupt mit ins Restaurant nehmen, aber da frage ich, warum denn nicht? Da sind die meisten deutschen Eltern zu verklemmt und ich habe das Gefühl, dass unsere Gesellschaft Kinder gar nicht mehr gewöhnt ist. Dabei gehören sie doch dazu. Die Kinder gehen gerne mit ins Restaurant und lassen sich gutes Essen schmecken, wenn es nicht so ernst und spaßfrei zugeht. Wie seht ihr das?

Liebe Grüße von Jasmin