Montag, 28. September 2015

Basteln im Herbst: Wir bemalen Blätter



Es wird herbstlich in unserem Haus: Wir haben Blätter gesammelt, gepresst und getrocknet, dann einfach weiß bemalt. Mit Malerkrepp an das Küchenfenster geklebt und die Laternen aus dem Kindergarten dazu gehängt.


Auch der Esstisch hat etwas Herbstschmuck bekommen. Maiskolben liegen auf dem Zuckertablett und die letzten Schnittblumen des Sommers stehen in der Vase. Die Bohnen sind aufgefädelt und trocknen am Fenster. Daraus wird am ersten so richtig stürmischen Tag ein typisch friesisches Gericht gekocht: Updrögt Bohnen


Die Poster, die ihr im Hintergrund seht, sind aus dem Salvador Dali Museum in Figueres, das wir in unserem Sommerurlaub besichtigt haben. Leider wollten die kleinen Poster in keinen Standardrahmen passen. Da sie nur 3Euro50 gekostet haben, wollte ich sie nicht extra rahmen lassen. Den Rahmen habe ich dann einfach aus Draht gebogen.


Den Kerzenständer aus Beton haben Aurelia und ich im letzten Sommer betoniert, als ich mit ihr für ein Bauprojekt ein kleines Muster in unserer Küche gegossen habe und noch ein bisschen Beton übrig war.


Einen bunten Herbst wünscht Euch Jasmin

Sonntag, 20. September 2015

Pfirsichernte: Bellini, BBQ-Sauce und Pfirsichmarmelade


Gestern sind wir aus unserem Sommerurlaub von der Costa Brava wiedergekommen und im Supermarkt entdeckte ich die ersten Zimtsterne. Das nenne ich Timing. Aber zunächst ist Herbst. Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal von unserem Pfirsichbaum geerntet, nun ist es wieder soweit. Ist denn schon wieder ein Jahr um? Zwei Jahre wohnen wir also schon hier im Schwarzwald. Unglaublich, wie die Zeit verflogen ist.

Die Pfirsiche waren sehr reif, waren teilweise schon vom Baum gefallen. Da konnte ich keinen leckeren Pfirsich-Quarkkuchen (Klick hier) backen wie letztes Jahr. Stattdessen wurde eingekocht: Pfirsichmarmelade und BBQ-Sauce. BBQ-Sauce? Ich bin ein Jahr zur High School in Liberal Kansas gegangen und meine Gastmutter Mary war Hauswirtschaftslehrerin. Zum Abschied gab sie mir ein Kochbuch mit ihren Familienrezepten. So gibt es bei uns auch immer wieder amerikanische Küche. Hier die Schwarzwald-Variante der BBQ-Sauce. 

Black Forest BBQ-Sauce

 



Das braucht ihr:
500ml passierte Tomaten, 150ml Tomatenketchup, Saft von 3 Zitronen, 1 Becher Pfirsichpüree, 75ml Rotweinessig, 75ml Worcestersauce, 75ml Sojasauce, 5 Esslöffel Olivenöl
½ Becher brauner Zucker, 5 Pimentkörner, 2 rote Chilis in Streifen geschnitten, 5 grosse Blätter Basilikum gehackt, 1 Teelöffel Oregano, 3cm Ingwer gerieben, schwarzer Pfeffer
2 Spritzer Raucharoma, 2 Esslöffel Whisky (eigentlich Bourbon, aber ich hatte nur Scotch)
So geht's:
Alle Zutaten bis auf den Bourbon in einen Topf geben und aufkochen lassen. Dann bei schwacher Hitze ca. eine Stunde köcheln lassen. Den Bourbon unterrühren und die Sauce auskühlen lassen. In Flaschen abfüllen und mindestens drei Tage ziehen lassen.

 

Pfirsichmarmelade

 


Die Pfirsichmarmelade habe ich genauso wie die Brombeermarmealde mit dem 2plus1 Gelierzucker hergestellt: Klick hier


Bellini

 


Nicht vergessen: Etwas vom Pfirsichpüree abnehmen und nach getaner Arbeit sich einen Bellini gönnen. Prost!
Eure Jasmin

Montag, 7. September 2015

Nachtgeschichten: Der Alptraum vom Krokodil

Aurelia wachte nachts auf, weil sie schlecht geträumt hatte. Ein Krokodil wollte sie fressen. Ich setzte mich auf ihre Bettkante und nahm sie in den Arm. Fast war alles wieder gut, dann kam die Mama-K.O.-Frage:

„Mama, Krokodile fressen doch keine Menschen, oder?“

„Ähhh…“

Was tun? Das Kind ist schweissgebadet, weint und ich muss ihre Frage auch noch mit „Ja“ beantworten, die arme Maus. Was tut ihr dann? Flunkert ihr, damit Eure Kinder gut schlafen oder erzählt ihr die Wahrheit? Ich habe Aurelia die Wahrheit erzählt. Ihr erzählt, dass Krokodile durchaus Menschen fressen können, dass es bei uns aber keine Krokodile gibt. Sicherheitshalber sperrte ich ihr Stoffkrokodil in den Schrank.


Das Krokodil machte schon Aurelias philippinischer Nanny in Abu Dhabi Angst. Sie wunderte sich, was die Europäer nur immer mit den Krokodilen hätten, ob im Kinderzimmer als Kuscheltier oder aufblasbar am Strand. Krokodile wären einfach nicht niedlich!!!

Schöne Träume wünschen Aurelia, Jasmin und das Krokodil!

Montag, 24. August 2015

Die Arme zerkratzt, die Kleider zerrissen, die Finger blau gefärbt: Es gibt Brombeermarmelade


Beim Brombeerpflücken fühlte ich mich wie in Aurelias Märchenwelt, nur das keine armen Prinzen in der Dornenhecke hängenblieben, sondern die Mama.
Von meiner Ernte habe ich wieder Marmelade gekocht, weil ich immer noch so begeistert bin, wieviel fruchtiger selbstgemachte Marmelade schmeckt als gekaufte.


Brombeermarmelade

Für 4 Gläser „Dornröschens Brombeertraum“ braucht ihr:
1kg Brombeeren, 1kg Gelierzucker 2plus1, 1 Zitrone
Zitrone auspressen, Brombeeren waschen. Brombeeren pürieren und mit Gelierzucker und Zitronensaft verrühren. Brombeerpüree in einen großen Topf geben und unter Rühren zum Kochen bringen. Ab dann noch 4 Minuten kochen lassen. Schraubverschlussgläser heiß ausspülen, die heiße Marmelade einfüllen und sofort verschließen.

Als ich die Marmeladen hübsch verpacken wollte, merkte ich, dass ich keine Gummibänder mehr hatte. Hat jemand von euch schon einmal Gummibänder gekauft? Man kauft sie nie und doch gehen sie nie aus, das große Gummibänderrätsel. Eigentlich. Bis jetzt.


Frohes Einmachen,
Eure Jasmin

Montag, 17. August 2015

„Nordlicht im Schwarzwald“ im Interview auf „MamaDarfAlles“




Seit letzter Woche gibt es das Nordlicht im Schwarzwald“ - Interview auf „MamaDarfAlles“. „MamaDarfAlles“ unterhält mit kurzweiligen Geschichten rund ums Elterndasein. Veröffentlicht wird der Blog auf Yoopies, der ersten Babysitting-Plattform in Deutschland, die es Eltern ermöglicht, mithilfe der Empfehlungen Ihrer Facebookfreunde einen passenden Babysitter zu finden. Mir gefällt die Idee der Babysitting-Plattform sehr, weil es besonders berufstätige Mütter häufig schwer haben, ein soziales Netzwerk aufzubauen und einen Babysitter zu finden, dem sie vertrauen. Da ist eine Empfehlung von anderen Müttern auf der Facebook-Seite bestimmt sehr hilfreich. Daher habe ich bei den Blogger-Portraits mitgemacht, in der „MamaDarfAlles“ andere Bloggerinnen aus der Welt des Elterndaseins präsentiert.

Nordlicht im Schwarzwald“ - Interview: klick hier!

Viel Spass beim Lesen wünscht Jasmin

Dienstag, 11. August 2015

Pastéis de Nata oder Gartenzwerge zum Kaffeebesuch


Bei unserem letzten Kurztrip nach London haben Oliver und ich Pastéis de Nata in einem hübschen kleinen Café gefrühstückt. Da muss man erst nach London fahren, um diese wundervollen portugiesischen Vanilletörtchen kennenzulernen. In Portugal war ich bis jetzt ja leider auch noch nicht. Die Pastéis de Nata waren so lecker, dass ich mich heute unbedingt dran versuchen musste. Aurelia und Theodora haben natürlich wie immer mitgeholfen.

Pastéis de Nata 


Zunächst bitte Badeanzug und Schwimmflügel anziehen, optional auch eine Winterjacke. Dann wird ausgerollt, ausgestochen, probiert und Blumen geformt.


Zu schnell? Also, für 12 Vanilletörtchen braucht man:

2 Rollen Blätterteig aus dem Kühlregal
350ml Milch, 250g Sahne, 60g Zucker, 2 Päckchen Vanillepuddingpulver,
1 Vanilleschote, 2 Eigelb

Zubereitung:
Aus dem Blätterteig zwölf Kreise (10cm Durchmesser) ausstechen, z.B. mit einer Tasse. Ein Muffinblech mit 12 Mulden dünn einfetten, die Teigkreise hineindrücken und mit einer Gabel einstechen, kaltstellen.
Von der Milch 8 bis 10 Esslöffel abnehmen, das Puddingpulver damit verrühren. Die Vanilleschote längs aufschlitzen und das Mark herauskratzen. Sahne und Milch mit dem Vanillemark und Zucker in einen Topf geben und aufkochen lassen. Das angerührte Puddingpulver einrühren und nochmals aufkochen lassen. Das Eigelb unterrühren und den Pudding etwas abkühlen lassen, dabei immer wieder umrühren, damit sich keine Haut bildet.
Den Backofen auf 180° vorheizen. Den Pudding in die Teigmulden geben, das Ganze auf der untersten Schiene 30 bis 40 Minuten backen. Die Törtchen in der Form abkühlen lassen, damit sie beim Herauslösen nicht kaputt gehen. Sowohl lauwarm als auch vollständig ausgekühlt lecker.

Es wird auf die Gäste gewartet:


Und drei Zwerge erscheinen tatsächlich zur Kaffeetafel.


Ich möchte natürlich auch meinen Kaffee geniessen:


Aber bevor ich es mir im Garten auf meinem wunderschönen Platz gemütlich mache, wird dieser sogleich eingenommen und der kleinen Schwester eingeschenkt.




Guten Appetit wünschen
Jasmin, Aurelia, Theodora und die drei Zwerge