Sonntag, 18. Dezember 2016

Weihnachtsendspurt: Die Plätzchen sind gebacken, der Baum geschmückt und das Dessert getestet

Es geht in großen Schritten auf Heiligabend und Weihnachten zu. Diesmal war die Adventszeit besonders lange. Wir haben sie voll genutzt und auch mal versucht, nichts zu machen. Das letztere fällt uns ja immer besonders schwer.
Los ging es mit einem Adventsbasteln bei unserer Nachbarin: Fünf Kinder, drei Mamas und Prosecco. Es war toll. Wir haben Girlanden genäht, Schneemänner aus Pfefferkuchen mit Zuckerguss geklebt und Sterne aus kleinen Zweigen gebastelt. Danke für den schönen Nachmittag, Kathrin! Wir werden nächstes Jahr am ersten Advent wieder bei Dir einfallen!






Dieses Jahr haben wir das erste Mal beim lebendigen Adventskalender von Tiengen mitgemacht. Das ist eine tolle Sache. Man trifft sich an den 24 Adventsabenden jeweils bei einer Familie. Die schmückt ihr Fenster, den Carport oder die Haustür und serviert Glühwein und Gebäck. Es wird gesungen, eine Geschichte erzählt oder zusammen gebetet. Wir öffneten unser Küchenfenster am dritten Dezember und kamen mehr durch Zufall auf das Thema Weihnachtsbaum während wir schmückten. Unser Fenster ist mit weißer Tonpappe gestaltet, die Auffahrt mit alten Erntekörben, in die wir unsere Weihnachtsbaumbeleuchtung geklemmt hatten, ausgeleuchtet und Oliver spielte Gitarre. Da er zu Abizeiten in einer Punkband gespielt hatte, gab es nicht nur ein mehr oder weniger besinnliches „Oh Tannenbaum“, sondern auch ein rockiges „Jingle Bells“! Die Gäste sangen dazu. Ich betone Gäste, da ich beim Refrain von „Jingle Bells“, als ich so richtig loslegen wollte, einen Rempler in die Seite bekam. Ich singe immer so schief. Dafür las ich dann eine Weihnachtsgeschichte vor, wie das Christkind und der Weihnachtsmann den allerersten Weihnachtsbaum schmücken. 



Natürlich haben wir auch einen Weihnachtsbaum gekauft und geschmückt. Dieses Jahr ganz klassisch in silber und rot. Meine eine Zitrone, auf die ich im Sommer so stolz war, musste auch an den Baum. Leider reichte der deutsche Sommer nicht aus, damit sie reif und gelb wurde. Letzte Woche habe ich geerntet, das wird wohl nichts mehr. Ich habe die Zitrone mit Nelken gespickt und an den Weihnachtsbaum gehängt. Dort verströmt sie nun einen schönen Duft.





Und wir haben Plätzchen gebacken. Sehr spät am vierten Adventswochenende. Dafür aber mit viel Zuckerguss und noch mehr Streuseln. So bunt waren unsere Kekse noch nie.


 

Wir haben das erste Mal eine Krippe aufgestellt. Die Figürchen sind vom Secondhand-Kaufhaus in Tiengen. Ich liebe es, dort zu stöbern, eine Kleinigkeit bringe ich fast immer mit. Für den Stall haben wir einen Stock, der seit dem Sommer in der Küche lag, zersägt und mit Paketklebeband zusammen gebunden. Maria, Joseph und die Heiligen Drei Könige begrüßen uns nun im Hausflur von der schwarzen Kommode aus. Jetzt fehlt nur noch das Christkind!



Und wir haben das Dessert für das Weihnachtsessen schon einmal ausprobiert. Im Moment sieht man auf vielen Blogs Käsekuchen mit Glühweinüberzug. Das sieht toll aus und ich wollte es auch ausprobieren. Ich möchte aber gerne ein „Kein-Stress-kein-Backen-keine-Gelatine-Dessert“ und damit es auch wirklich schmeckt, haben wir schon einmal in der Küche experimentiert. Da Spekulatius, Mascarpone und Glühwein aber eigentlich immer schmeckt, war gleich der erste Versuch ein Volltreffer. Hier ist unser Rezept:

Spekulatius-Glühwein-Dessert

Für den Boden:
100 g Spekulatius, 100 g Walnüsse, 100 g Butter

Für die Creme:
250 g Mascarpone, 250 g Quark (40% Fett), Saft einer halben Zitrone, 1 Esslöffel Zucker

Für den Guss:
250 ml Glühwein, 1 Päckchen roter Tortenguss, 1 gestrichener Esslöffel Zucker, ein paar Granatapfelkerne

Die Spekulatius in einen Gefrierbeutel geben, verschließen und mit einer Küchenrolle zerdrücken. Die Walnüsse in einer Küchenmühle kleinmahlen. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Dann alles gut miteinander verrühren.
Den Boden einer kleinen Springform (18cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen und die Spekulatius/Walnuss-Brösel darauf festdrücken.
Den Zitronensaft kurz in der Mikrowelle erwärmen und den Zucker darin auflösen. Dann Mascarpone, Quark und Zitronensaft miteinander verrühren und auf den Spekulatiusboden geben.
Den Tortenguss und Zucker in den Glühwein einrühren und aufkochen. Vorsichtig auf den Mascarpone gießen und für mindestens drei Stunden kalt stellen. Mit Granatapfelkernen servieren. Die leicht bitteren Granatapfelkerne passen richtig gut zu diesem nicht allzu süßen Dessert. 



Jetzt kann Weihnachten kommen. Und damit wünsche ich Euch tolle Festtage! Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr, wenn wir uns nicht vorher sehen!
Eure Jasmin

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